Welios Science Center

Welios – ÖO Science Center Wels
Ein Ha
us voller Energie

Energieeffizienz und erneuerbare Energien stehen im Mittelpunkt der Ausstellung im Welios in Wels, Oberösterreich.
Um den Grundgedanken auch an der Fassade widerzuspiegeln, wurden süd- und ostseitig LED-Elemente verbaut, welche durch die eingebauten Photovoltaikzellen gleichzeitig als Kraftwerk dienen und das Gebäude somit während des Tages mit Energie versorgen. Optisch ist im eingeschalteten Zustand allerdings kein Unterschied zu den reinen RGB LED-Leisten erkennbar. Da der Stromverbrauch der Beleuchtung im einfarbigen Nachtbetrieb maximal bei 3 kW liegt, wird dieser durch die durchschnittlich unter Tag gelieferte Leistung von knapp 3,3 kW kompensiert.

LED-Elemente symbolisieren Energielinien
Die einzelnen Module der insgesamt etwa 700 m langen sogenannten Energielinien wurden mittels einer einfachen Halterung direkt an der Gebäudefassade montiert. Die grundsätzliche Idee, das Gebäudethema an der Fassade aufzugreifen, stammt wie der Entwurf zur Anordnung der Energielinien, vom Linzer Architektenteam Archinauten.

Diese Linien setzen sich etwa zu zwei Dritteln aus Standardmodulen mit 2 m Länge und geraden Enden zusammen. Bei den übrigen Modulen wurde zumindest eine Seite den Gebäudekanten entsprechend angepasst. Aufgrund der Bauform der Unterkonstruktion der LED-Module konnten die Kabel an der Unterseite verlegt werden, wodurch die einzeln ansteuerbaren Module direkt aneinander und fast ohne Zwischenraum montiert wurden. Da jede LED-Leiste individuell ansprechbar ist, lassen sich gleichmäßige Farbverläufe ohne Probleme über die gesamte Gebäudefläche dargestellen.

Unkomplizierte Bespielung
Die Steuerung der 40.000 RGB-LEDs umfassenden Leuchtfassade funktioniert über einen sogenannten Show Controller, auf welchem die von Multivision am Lichtpult kreierten Lichtshows übertragen wurden. Somit lassen sich die einzelnen Programme ganz simpel per Knopfdruck über die Haustechnikanlage abrufen und steuern. Der Vorteil der Anbindung an die jeweilige Haustechnik liegt darin, dass der Techniker über sein gewohntes System arbeiten kann und sich nicht auf ein zusätzliches, neues einstellen muss.

Beleuchtung für besondere Ansprüche
Eine spezielle Herausforderung stellte die Umsetzung der Wegbeleuchtung im Bereich des Durchgangs dar. Die Anforderung bestand darin, eine absolut witterungsbeständige, extrem stoßfeste und damit praktisch unverwüstliche Beleuchtung zu konstruieren. Die Umsetzung erfolgte durch einzelne 40 cm hohen Acrylblöcke, in welche die LEDs eingegossen wurden. Durch die Position der LEDs und der damit verbundenen Lichtstreuung im Block konnte eine Leuchte realisiert werden, die nicht nur alle Bedingungen hinsichtlich des Einsatzbereiches erfüllt, sondern bei einer Einbautiefe von nur wenigen Millimetern auch für eine perfekte homogene Lichtfläche sorgt.

Die Durchführung des Projekts gelang Multivision mit Unterstützung der Archinauten sowie des E-Werks Wels, welches die Montage der LED-Elemente übernahm. Die einzelnen Module der Energielinien wurden gemeinsam mit der Ertex Solartechnik GmbH entwickelt und produziert. Das Konzept und die Programmierung der Fassadenbespielung wurden wiederum komplett von Multivision übernommen.

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